Dienstag, Mai 29, 2007

IA Methode - User Requirements Analyse (D)

(Bild-Quelle: Wolf H. Nöding)

Was sind User Requirements?
Sammlung der Anwender-Anforderungen(User Requirements) an eine geplante/bestehende (IT-)Lösung, welche (wie Business Requirements) unter den gegebenen Business Goals analysiert werden. Sie können mit folgenden Methoden/Werkzeugen ermittelt werden:
  • Task Analysis
  • Mental Model
  • Field Study
  • Direkte Befragung
  • Interviews
  • Personas
  • Scenarios of use
  • Use Cases
  • Conceptual Design
  • Mock-ups
  • Usability Testing
  • Beobachtung von Individuen und Gruppen
  • Analyse von Sekundärmaterialien(Search Logs, etc.)
  • Mental Model
Eine direkte Analyse der representativen Zielgruppe ist erforderlich für eine qualitative Auswertung. User Requirements sind eine zentrale Komponente beim Entwurf von konkreten Informationsarchitekturen.

Welchen Nutzen hat es?
Die Dokumentation der spezifischen inhaltlichen und funktionalen Anforderungen aller Anwender-Gruppen welche im gegebenen Anwendungsbereich arbeiten und Aufgaben erfüllen.

Montag, Mai 28, 2007

IA Methode - Business Requirements Analyse (D)

(Bild-Quelle: Entwurf "Business Analyse Modell" Wolf H. Nöding)

Was ist eine Business Requirements Analyse?
Im Rahmen einer Business Requirements Analyse werden die Anforderungen aus der Geschäftssicht auf eine (IT-)Lösung ermittelt. Die Informationen werden in Interviews(häufig genutzt), in Befragungen, mittels Fragebogen und durch Beobachtungen gesammelt. Bei der Formulierung der Anfo rderungen ist auf die folgenden requirement-typischen Eigenschaften zu achten - sie sollten... :
  • vollständig
  • messbar
  • unmissverständlich/eindeutig
  • nachweisbar
  • priorisiert ...sein.
Im Kontext der Requirements Analyse wird auf eine Differenzierung zwischen Requirements und globalen Zielen, Anwendungsbereich und der Strategie wert gelegt.

Welchen Nutzen hat es?
Eine Dokumentation (in Form eines Requirement Mapping, Requirement Tabelle o.ä.), welches priorisierte Anforderungen an die Lösung aus der Geschäfts-Sicht beschreibt.

Sonntag, Mai 20, 2007

IA Methode - Card Sorting (D)

(Bild-Quelle: BoxesandArrows Card Sorting Guide, yesko, cardzort)

-> Neues Buch z. Card Sorting v. Donna Maurer

-> Hören Sie das Interview mit Donna Maurer bei IA Voice

Was
ist Card Sorting?

Eine Tätigkeit bei welcher ein Teilnehmer beschriftete Karten in Gruppen sortiert. Es kann ein "offenes Card Sorting", bei dem die Stapel nur auf der wahrgenommenen Ähnlichkeit von Karten beruhen, oder ein "geschlossenes Card Sorting" erstellt werden, bei welchem die Stapel gemäß der zur Verfügung gestellten Kategorien gruppiert werden.

Welchen Nutzen hat es?

Es wird oft von Informationsarchitekten verwendet, um die Navigations-Entwicklung einer Website zu unterstützen. Die Card Sorting Analyse zeigt, wie oft die Teilnehmer spezifische Karten gruppierten. Die Diskussion, warum die Karten in einen besonderen Stapel gelegt wurden, erlaubt einen tieferen Einblick in die Nutzeranforderungen für den jeweiligen Inhalt.

Links:
- Maadmob
- BoxesandArrows
- yesko

Donnerstag, Mai 17, 2007

IA Methode - Prozessfluss Analyse(Process Flow) (D)

(Bild-Quelle: Jon Kolko)

Was ist eine Prozessfluss Analyse(Process Flow)?

Ein Diagramm, um einen Prozess(oder Workflow, Arbeitsablauf) darzustellen, welcher Bedingungen, Ablaufs-Verzweigungen und Logik beinhaltet. Es konzentriert sich auf die Definition des möglichen Nutzerverhaltens und der entsprechenden Geschäftsprinzipien.

Welchen Nutzen hat es?
Ein Prozessfluss-(Workflow-)Diagramm dokumentiert wie eine Person das System verwenden kann, um verschiedene Aufgaben zu erledigen. Es stellt sicher, dass "Fehler"-Situationen und alternative Arbeitsabläufe berücksichtigt werden.

Mittwoch, Mai 16, 2007

IA Methode - Usability Testing (D)

(Bild-Quelle: eGov@USDA, blinkinteractive)

Was ist ein Usability Testing?

Usability Testings werden mit echten Anwendern durchgeführt, um einen Prototypen oder ein Produktions-System zu testen. Normalerweise werden diese 1-zu-1, mit jeweils einem Probanden und einem Moderator, durchgeführt. Die Probanden "denken laut" während sie Aufgaben zu typischen Anwendungsfällen erledigen. Gewöhnlich werden 5-10 Teilnehmer pro Nutzersegment getestet.

Welchen Nutzen hat es?

Ziel dieser Methode ist es, zu verstehen was
(bei einem Informations-System/-Produkt) funktioniert und was nicht. Es wird häufig in die iterative Entwicklung integriert, um das Produkt mit jedem Entwicklungszyklus kontinuierlich optimieren zu können. Es eignet sich hervorragend um spezifische Interface-Probleme, einschließlich des Layouts, dem Wording und der Interaktion, zu ermitteln.
...................................

Usability Testings - die wichtigsten Verfahren
(teilweise abweichend von oben beschriebener Vorgehensbeschreibung):
  • Protokolliertes Lautes Denken
  • Eye Tracking
  • Constructive Interaktion
  • Field Observation Testing
  • Remote Testing

Dienstag, Mai 15, 2007

IA Methode - Personas (D)

(Bild-Quelle: Wolf H. Nöding Spirit Link, Human-Computer Interaction)

Was sind Personas?

Ein konstruierter Prototyp/ Charakter einer speziellen Anwender-Spezies (bei der Mensch-Computer Interaktion). Die Beschreibung beinhaltet einen Namen, Bild, Anwender- Kurzbeschreibung und andere Informationen mit einem Fokus auf die Ziele, Motivation und Verhalten des Anwenders. Basierend auf einer Zielgruppen-Analyse werden Personas häufig mit repräsentativen Szenarios kombiniert.

Welchen Nutzen hat es?

Ermöglicht gutes Einfühlungsvermögen für den spezifischen Anwender und vermeidet gleichzeitig die Gefahr eigennützigen Designs. Der Fokus wird auf das Erreichen der spezifischen Ziele gerichtet und ermöglicht dadurch später dem Produkt, viele Personen (mit dem selben Ziel) zu unterstützen, unabhängig davon ob sie ein bestimmtes Marktsegment abdecken.

Samstag, Mai 05, 2007

IA Summit Key Session - Documenting RIAs (E)

(image: Presentation - "IA for rich interaction")
Designing RIAs(Rich Internet Applications) is a hot topic since the last couple of years. And IAs are facing quite some challenges in this movement of applications from static to more fluidly, dynamic applications(to present large amounts of data) in their strategic and conceptional work. The demand from the client side for RIAs is stronly increasing these days since Business sees the benefits to meet their high business goals concerning information structures.
During my stay at the IA Summit I visited three mayor sessions about strategies and documentaion of RIAs(And these are worth keeping in mind and may be usefull for RIA-IA projects in the near future):


  1. Everything old is new again: IA and RIA - you know more than you think you do
  • Some of the most recognizable attributes of RIAs: fluidity in behavior, speed in their responses, engaging in their appearance
  • Customer Experience is in the driver's seat
  • Design-Centric vs. System-Driven
  • RIA Notation.vss on the IA Institute website (see image on left)
  1. The living Design Document and ION: Documenting RIAs
  2. IA for rich interaction: Tools and techniques from the trenches
  • User types and complex interactions
  • Documenting user types
  • User Personas
  • User Type definition
  • Mapping user type
  • Mapping user type transitions
  • Adding user types to site maps/flows
  • ...
View the Presentations and tell me what you think :).

Mittwoch, April 25, 2007

Informationsarchitektur 3.0 (D)

Hören Sie das Podcast Interview mit Peter Morville bei IA Voice

Als Visionär ist Peter Morville kürzlich vor einigen CIOs aufgetreten und berichtet darüber in seinem Artikel mit dem Titel "Information Architecture 3.0" bei Semantic Studios. Er fasst die überaus positiven Aussichten für Informationsarchitekten zusammen in einem kleinen Rückblick, einer Gegenwartsbetrachtung und einer hell scheinenden Zukunftsvision was die IA Community ihm in einigen Foren bereits mehrfach dankend und anerkennend quittierte.
Er erwähnt in seiner Zusammenfassung die IA-Definition, welche auch in der neuen Version des "Polarbär"-Buchs(Information Architecture for the World Wide Web) zu lesen ist und heutzutage bereits von anderen Disziplinen als Grundlage adaptiert wird:
  • Das strukturierte Design von gemeinschaftlich genutzten Informationsumgebungen
  • Die Kombination von Organisations-, Labeling-, Such- und Navigationssystemen in Websites und Intranets
  • Die Kunst und Wissenschaft, Informationsprodukte und -Erfahrungen zu formen, um Usability und Findability zu unterstützen
  • Eine neu entstehende Disziplin und Spezialistengemeinschaft, welche darauf fokussiert ist die Prinzipien des Designs und der Architektur in die digitale Landschaft zu tragen.
Der Artikel enthält folgende Schwerpunkte:
- Defining Information Architecture
- Information Architects under Attack
- The Roles: Strategies for Information Architects
- The Discipline: Information Architecture Strategy
- The Community: Building a Big Tent
- The End of the Beginning

Was denkt ihr über den Artikel?

Donnerstag, April 19, 2007

Planning the IA for Sharepoint

IAs that are interested in how to develop the Information Architecture for Sharepoint Applications find an interesting recommendation for this topic directly on the Microsoft TechNet Platform.

After a brief description on "What information architecture is" the general planning recommendations are being explained in these main stages:
  • Survey existing content and Web site structure
  • Survey user requirements
  • Survey business requirements
To me this looks as if Microsoft tends to go into a more user oriented direction. If you're even more interested in this subject, then check out the very interesting podcasts out there that explain the importance of user orientation in context of developing sharepoint applications. What do you think?

Donnerstag, April 05, 2007

IA Summit - Key Session - Project Touchstones (E)

(image: sticky room, infinity diagrams, Jesss McMullin)
Jess McMullin was talking during his presentation "Project Touchstones" at the IA Summit about efficient methods that focus on the value for both Business(Return on Investment) and Users(Return on Experience). To me his methods sounded very usefull to synchronise the different views of stakeholders of a project(client side and agency side). This particular points, if not solved correctly, can easily eat up a tremendous part of the project budget.

He recommends the following approach:
  • Get the right people in the room, work together to create artifacts and models that let them articulate business needs.
  • Peel Back the layers
  • Start Small: Partner, Pilot, Publicize
From my point of view (To several of the situations that Jess mentions in his talk I find parallels to my daily teamwork again) I would say the following are well worth to consider to optimise your work relationships with clients and your inhouse teams:
  • The opportunity we have as user experience practitioners to become a Peer with Business
  • User Centered Designers Understand, Solve, Evaluate and Refine Things to get the right solution(Through Iteration) - great but not very sufficient.
  • We have to understand what creates the Value in our projects!
  • Value Centered Design: Business Goals and Context and Human Goals and Context
  • Business Centered Design: 1. Using design methods and tools to understand business needs 2. Beyond the run-of-the-mill business discovery 3. One half of value-centered design 4. Beginning of becoming a business peer.
  • 2 Ways to think about Deliverables: a) Deliverables That Define Solutions(Review & Approve) - always Prower Imbalance, b) Deliverables That Define Problems (Read: Arias and Fischer 2000: "Fundamental challenges facing communities of interest are found in building a shared understanding of the task at hand")...
  • Delivelables that define Problems Together help us to become a Peer in Practice
  • Building a bridge to overcome different viewpoints
  • Deliverables that define problems together
  • Define Problems together(e.g. Infinity diagramms from interview transscripts): One of the keys to becoming the Peer with Business
  • Principles: 1. Codesign 2. Simple 3. Concrete 4. Flexible 5. Evidence-Based 6. Surface Agendas
  • ...
  • The whole speach will soon be in the IA Voice Podcast...
View his presentation here:

Donnerstag, März 29, 2007

IA Summit - Key Session - IA in the design process (E)

"Where does IA fit in the design process" was one session I'd label as an important "key session of the IA Summit 2007" because understanding this subject means a great impact in our daily user centered design life. It's interesting to notice that also in many other companies and agencies the concerning of IA in context of the design process seems quite modern. The presentations were held by Moderator: Peter Boersma. Panellists: Larisa Warnke, Peter Merholz, Livia Labate, Leisa Reichelt and Josh Seiden and their discussion topics were about...
  • IA deliverables,
  • IAs in the design team,
  • IAs in interdisziplinary teams,
  • comunication of IA processes to newbies and
  • how to improve design processes.
Here are the summaries that I took out of this panel session:
Lisa Reichelt - "Waterfall is bad - washing machine is good"



Livia Labate - "Balance user needs and business goals to conceive solutions which enable positive experience"
Peter Boersma - panel Moderator for following questions:
  • What is a design process?
  • Who needs a design process?
  • When should IAs be part of the design process?
  • Where do you keep your design process?
  • How do you communicate a design process?
  • Why should you create a design process?
Larisa Warnke - "Pictures of my process - 4 phases and 9 Disciplines"
Josh Seiden - "Process...is never the goal, ...makes our work visible, ...driven by project parameters and goals"
Peter Merholz

Samstag, März 24, 2007

Medical Usability (E)

In my search for some more IA berries I found this interesting german website labeled Medical Usability.
It caught my attraction since I'm always interested on the focus of other Usability Experts, IAs or UX Designers within a special market field. Peter Morville always mentiones the Medical oriented field in his books and speeches as a high performing and, at least in the US, an industry that uses IA and User Experience Design competence to strengthen their wordwide competitiveness.
Most of the US Healthcare Companies are in process or established already IA departments in order to drive process and workflow oriented strategies of their information environments.

Medical or Healthcare business, as one of the most growing markets and industries, certainly is a very potential field for IAs worldwide. What I'm finding worth reading in Ulf Schubert's blog Medical Usability is his focus on subjects like these:
- Search Form Usability
- Usability of Educational Websites
- Eyetracking
- Evaluating the ROI
- Search Mental Model
- Design Patterns
- Interaction Modeling
- User Experience
- Prototyping Tools
- User Oriented Design
- and many more ...

Donnerstag, Februar 15, 2007

Pipes - new directions (E)

By browsing through our german IA forum at XING I just read
some more discussions from people about the pipes from Yahoo. Also Jan just mentioned something about them on his German IA blog.

Did you have a chance to try the Yahoo Pipes out already?

The idea behind it looks very interesting to me... and I could imagine, just by thinking about some current projects, that this
could be very valuable for example for:
  • Intranets/Extranets
  • CRM systems
  • Knowledge Management
  • E-Learning
  • Corporate Collaboration Apps
  • etc.

IA Jobs - im englischsprachigen Raum geht einiges

Ich bin beim lesen meines IA Magazins bei Pageflakes gerade drüber gestolpert. Jobsuchende Informationsarchitekten finden bei Boxes and Arrows eine gut gepflegte Liste an Stellenangeboten mit beispielsweise folgenden Schwerpunkten:
  • Interaction Designer
  • Usability Engineer
  • Creative Director
  • Information Architect/Business Analyst
  • Senior User Interface Designer
  • Manager User Experience
  • User Experience Lead
  • Senior Level UCD Consultant
  • Senior Information Architect
  • Director of User Experience Group
  • uvm ...
Nachdem einige große Agenturen in Deutschland sich nun auf User Experience als erweitertes strategisches Standbein konzentrieren ist ebenfalls hierzulande etwas Bewegung in den IA-Jobmarkt gekommen. Frage ist, ob es sich dabei noch um klassische "Konzepter"-Jobs mit neuen Titeln handelt, oder bereits um tatsächliche Aufgaben im Arbeitsfeld der Informationsarchitektur.

Wie schätzt ihr die IA-Jobsituation in Deutschland ein? Wo sollten diese IA Jobs zu finden sein?

Sonntag, Januar 28, 2007

IA cherries on these new vision cakes (E)

See this movie demo(and close your eyes for the first few seconds).

Are you also getting these links from collegues and friends with great new interactive design visions? Here for example is a great one about "remapping the universe".

First I think(with my IA glases on), hey these ideas have a lot to do with Information Architecture. A lot of these visions would actually need semantic relations, classifications, meta data, usabiliy, tagging and so on in order to make it really happen what these nice interaction design visualisations are showing.

Interaction Design has found a great advantage though in visualising it's ideas. This means that the audience, especially the clients, see the benefit in terms of efficiency, fun, economic benefit etc. . It shows that good communication of a discipline has great leverage.

Then second it makes me a little wondering, if it's also possible to present IA (Research) Visions like that. I'm actually quite sure about it!

Any comments on this?

Dienstag, Januar 09, 2007

IA Simulations-Tools - Die Generation nach Visio (D)

(Bildquelle: Axure)

Der Markt der Planungs- und Simulations-Tools für Informationsarchitekten ist nun endlich in Bewegung geraten. Die steigenden Anforderungen, welche Informationsarchitekten zukünftig stellen, werden die noch etablierten Tool-(Dinosaurier) wie beispielsweise Visio überfordern.

Wodurch ist diese neue Entwicklungs-Dynamik unter den Tools entstanden?
Ein wichtiger Antrieb für die laufende Evolutionsphase unserer unterstützenden Simulations-Applikationen ist das Erkennen der wirtschaftlichen Mehrwerte von Informationsarchitektur seitens der Wirtschaft. Viele Kunden(v.a. in USA) haben inzwischen die strategischen Mehrwerte erkannt(oder sind gerade noch dabei diese zu erkennen - siehe Deutschland), welche ihnen hilft, ihre Geschäftsziele zu erreichen, mit gleichzeitig hohem ROI. Diese wirtschaftlichen Chancen haben auch einige innovationsfreudige Softwarefirmen auf den Plan gebracht, zunehmend für das Spezialfeld der Informationsarchitektur Produkte zu entwickeln.

Was leisteten unsere bisherige Tools?
Unsere bisherigen IA Deliverables bestehen aus statischen Wireframes, Flow Chart Diagrammen und/oder kostspieligen HTML Prototypen, welche Grundlagen für Usability Testings sind. Diese (statischen)Dokumente waren für Internetanwendungen der Web 1.0 Generation sicherlich ein guter Schritt, um die User Experience zu simulieren.

Wie sehen nun die zukünftigen Anforderungen an IA Tools aus?
Mit einer Reihe von vielen neuen (und auch schönen!) Herausforderungen der aktuellen Web 2.0 Generation(hohe Interaktionsgrade, AJAX, etc. ...) und der folgenden Generationen steigen auch die Anforderungen an unsere Simulations-Tools. Vielleicht ist ein weiterer Grund sogar noch ausschlaggebender: Es wird immer wichtiger, die IA-Entwicklungs-Phasen in ihrer gesamten Bandbreite(Analyse/Requirements, Strategie, Konzeption, Usability Testing) mit effizienten Applikationen zu unterstützen. Das Anforderungsspektrum an unsere Simulations-Werkzeuge wächst somit horizontal aber auch vertikal.

Zukünftige IA Tools werden folgende Eigenschaften haben:
  • Schnelle Entwicklung von interaktiven, datenbasierten Enterprise Prototypen
  • Anwendern ein "Probefahren" und rasches Feedback ermöglichen
  • Ausgereifte Entwicklung von Design, Daten, Logic, und User Interface
  • Requirements Tracability, Feedback und Prototyping auf Basis von Use Cases
  • Modellierung von vorhandenen und erwünschten Geschäftsprozessen
  • Voll-funktionerende User Interface Designs um bestmögliche User Experience herzustellen
  • Konstruktion und Verbindung detaillierter Datenmodelle mit Interaktions-Prototypen, um beispielsweise semantische Zusammenhänge oder eine Suche zu simulieren
  • Definition vom Business, User und System Requirements, um visuelle Modelle zu vervollständigen
  • Simulation von Schlüsselfunktionen und Interaktions-Szenarios, vor und während der Applikationsentwicklung
  • Auto-Generierung von Geschäftsdukumenten, wie beispielsweise Requirements und Spezifikationen
  • Veröffentlichung(online) von hochentwickelten Applikations-Prototypen, um den Anwendern zu simulieren, was sie bekommen
  • Katalogisierung und Dokumentation von Geschäftsmodellen und Projekt-Komponenten für Reviews und Wiederverwendung in mehreren Projekten
  • Online-Projekt Collaboration mit Kunden

Bei Boxes and Arrows hat Scott McDowell dazu eine interessante Zusammenfassung über den Wandel der IA Tools geschrieben. Folgende Tool-Favoriten vergleicht er dabei:
... bewertet er nach folgenden Kriterien
  • Scenario Design
  • Page Design
  • Widget Library
  • Dynamic Display
  • Data Interaction
  • Decision Logic
  • Annotations
  • Centralized Server
  • Portable Distribution
  • Requirements Management
  • Enterprise Support
  • Export to MS Word
Weitere Links und Tools:
  • Gliffy - draw and share diagrams on the web

Feedback erwünscht!


Sonntag, Dezember 31, 2006

Silvester 2006 - Bilanz IA Szene Europa (D)

Silvester 2006 - aus meiner Sicht ein geeigneter Zeitpunkt, um einmal kurz Bilanz zu ziehen, wo sich das Feld der Informationsarchitektur in Europa denn gegenwärtig befindet.

Es finden sich leider immer noch, trotz interessanter Publikationen im vergangenen Jahr (2006), Stimmen die sagen, dass das Berufsfeld der Informationsarchitektur in Europa(speziell hier in Deutschland) noch gar nicht richtig angekommen ist. Wie seht Ihr das denn? - Euer Kommentar ist gefragt.

Es stimmt - es gibt bis heute leider noch keine reinen IA Studiengänge in Europa. Jedoch findet der Interessierte, wie beispielsweise während des Diskussions-Panels "IA Education in Europe" bei der zweiten EURO IA Konferenz in Berlin zu hören war, interessante "Studien- Ergänzungsprogramme", in welchen die Informationsarchitektur jeweils eine Kernthematik darstellt.

James Kalbach gründete im September 2005 bei XING die Diskussionsgruppe "Informationsarchitektur", welche bis zum heutigen Tag auf bereits 690(!!!) Mitglieder gewachsen ist. Die Mitglieder kommen teilweise aus verantwortungsvollen Positionen der Wirtschaft und Wissenschaft.

IA Voice, der erste IA Podcast Channel in Europa hat bereits einjähriges Jubiläum.

Die Bilanz
Aus der Sicht eines motivierten IAs freue ich mich somit aufgrund dieser und vieler anderer Indikatoren, dass sich das Feld der Informationsarchitektur auch in Europa auf sehr gutem Wege befindet. Die Aussichten, dass wir in den kommenden Jahren weitere Meilensteine erreichen werden, sind äußerst positiv. Und ich bin sehr gespannt, welche interessanten Themen wir in ein bis zwei Jahren auf unseren Konferenzen behandeln werden.

Wer sich selbst ein Bild über die wachsende IA Szene in Europa machen möchte, findet viele Blogger, welche sich bereits der Thematik der IA annehmen. Zu finden sind diese bei Google's Blog Suche(57 Resultete) oder Technorati(131 Resultate bei Suche nach "Informationsarchitektur"), wo eine Reihe von vielversprechenden Publikations-Kanälen gelistet werden, die sich mit der Thematik der Informationsarchitektur beschäftigen. Hier eine Reihe von Beispielen:
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IA Blog-Beispiele aus Europa
Tomcaster.com - Blog von Tomy Lorsch
Maanloper - Blog von Ariel Guersenzvaig
Swipr Blog - Blog von Jacco Nieuwland
open.info - IA Blog aus den Niederlanden
Design Matters - ID-IA Sig Blog (SIG manager, Bogo Vatovec)
The Hot Strudel - Jan's Blog handelt z.B. von IA, Semantics, Usability
Medical Usability - Ulf Schubert (Ergonomie in der Medizin, Anwenderorientierte Gestaltung, Usability, Information Retrieval, Information Design)
Infowiese - Haltestelle für Informationswissenschaft in Deutschland
Luca Rosati's Blog
Kara Alfrink's Blog
Klaus Silberbauer - Ein Blog über Information Architecture, Interaction Design, ...

Dienstag, Dezember 05, 2006

Topic Maps - Modellierung semantischer Netze (D)


(Bildquelle: Beats Biblionetz)

Are Halland hat vor Kurzem bei einem IA Voice Interview(Thema "IA Trends"), während der EURO IA 2006 Konferenz, darüber gesprochen, dass Topic Maps zukünftig sehr interessant für das Feld der Informationsarchitektur sein könnten. Aus der Sicht eines neugierigen IAs klang das was er sagte spannend und machte mich neugierig, mehr über die Topic Maps zu erfahren.

Das Feld der IA beschäftigt sich in seinem praktizierenden sowie forschenden Bereich mit Ontologien, Semantischen Netzwerken, Thesauri oder Glossaren. Und wie beispielsweise in Ontologien sind Assoziationen(Verknüpfungen zwischen relevanten Begriffen, Punkten) Bestandteil der Topic Maps. So unterstützen diese als ISO-Standart formulierten Wissensstrukturen tiefgreifende Ansprüche der Informationsarchitektur.

Folgende Weblinks zu diesem Thema:

Dienstag, November 28, 2006

Mental Models - Task orientierte User Segmentierung


(Bildquelle: Rosenfeld Media)
Als IA Consultants suchen wir für die Beratung und gemeinsame Konzeptarbeit mit unseren Kunden in IT-Projekten stets sinnvolle Methoden, um die hohen Ansprüche des User oriented Designs effektiv kommunizieren zu können.
Peter Morville und Louis Rosenfeld(Interviews bei IA Voice) erwähnten bereits die sogenannten Mentalen Modelle in ihrem legendären Buch Information Architecture for the WWW als eine effektive Methode, um User Tasks zu beschreiben und eine Gesamtsicht auf eine Internetanwendung zu liefern. Mir wurde damals als Leser der Beschreibungen rasch bewußt, dass die Entwicklung dieser Mentalen Modelle eine Art Schlüsselfunktion im Tätigkeitsfeld der IA belegen würde. Doch wie würden solche Mentalen Modelle aussehen? Eine spannende Frage!
Um die während einer Zielgruppenanalyse ermittelten Hauptziele der Anwender(an eine jeweilige Applikation) in einem kommunizierbares Diagramm zu bündeln entwickelte ich selbst die unterschiedlichsten Diagrammtypen, welche stets zum Verständnis der Kunden beitragen sollten. Dies geschah jedoch erstaunlicherweise mit sehr unterschiedllichen Ergebnissen, von oft großer Begeisterung(z.B. "Sie haben es für uns absolut auf den Punkt gebracht") bis hin zur teilweisen Verständnislosigkeit. Es ist also sehr wichtig in Bezug auf die unterschiedlichen Kunden, die jeweils angebrachten Methoden und Diagrammtypen zu wählen. Der Thematik der Mental Models widmen sich mittlerweile einige Personen.
Bei einer kleinen Recherche fand ich dazu vielversprechenden Ansätze, welche es sich lohnt zu beobachten:
- Bei Rosenfeld Media entsteht ein Buch mit dem Titel Alignment Diagrams
(Dazu ein aufschlussreicher Feed - siehe Beschreibungen)
- Namahn Solutions bietet Mental Models im Lösungsportfolio an
- Toddwarfel - The Task Analysis Grid
- Die Thematik wurde kürzlich sogar in der Business Week behandlet

Wie steht es um eure Erfahrung mit Mentalen Modellen? Das würde mich sehr interessieren.

Mittwoch, November 15, 2006

Neue Wege der Informations- und Wissensvisualisierung

Alle Redner-Slides hier ...

Anfang dieses Monats fand das 5. Symposium für Informationsdesign an der HDM in Stuttgart statt. Aus der Sicht eines Informationsarchitekten und Informationsdesigners war für mich sehr spannend zu sehen, wieviele gemeinsame Schnittstellen die Informationsarchitektur und das Informationsdesign haben. Wichtiger Punkt: Die Informationsvisualisierung kann einen sehr mächtigen Hebel zur strategischen Kommunikation darstellen.
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- Images bei Flickr vom Informationsdesign-Symposium
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Der Schwerpunkt lag, wie der Titel("Wege der Informations- und Wissensvisualisierung") des Symposiums bereits andeutete bei der Visualisierung komplexer Informationen unterstrichen durch die folgende Programm-Themen(Moderation: Prof. Dr. Frank Thissen, Prof. Wibke Weber):
  • Neue Wege der Informations- und Wissensvisualisierung
  • Liquid Browsing
  • Informationsvisualisierung für mobile Geräte
  • Visualize Desires, not Facts
  • Der Einfluss von Dimensionalität und Chromatik beim Wissenserwerb mit Informationsvisualisierungen
  • Betriebliche und individuelle Wissensarchitekturen dreidimensional visualisieren, Dr. Stephan Kösel - Zentrum für Neue Lernkulturen und Systementwicklung Freiburg
  • Informationsvisualisierung - eine Replik aus der Praxis
  • Informationsarchitektur und - visualisierung - Beispiele der FH Potsdam
  • Interaktive Datenvisualisierung - Aktuelle Forschungsprojekte an der Universität Stuttgart
Notizen - Innovationsansätze:

01 Neue Wege der Informations- und Wissensvisualisierung(Eröffnung, Begrüßung)
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • USP-Relevanz
  • Übersicht Informations-Visualisierungstypen
  • Potential - Methoden-Kompetenz
  • Potential - Beratungs-Informationen
  • Übersichts-Sammlung: Charts, Diagramms, WFs, Infoflows, Comics...
02 Informationsvisualisierung für mobile Geräte, Prof. Dr. Harald Reiterer (Universität Konstanz)
Link: Präsentation PDF
  • Visualisierung großer Datenräume
  • Usability Engineering
  • Visual Requirements Engineering!!!
  • Mobile Information Visualisation
  • Visualization Design Process (User Centered Design, Analysis, Context of use, prototype, evaluate, iterate, -> Identisch dem IA Prozess!!)
  • Orientation in ZUIs (zoomable Navigations) -> Sehr interessant für Infoflows!!!
  • Offene Fragen: Wie sieht es hier mit Semantic Navigation aus, welche Logic steht dahinter und würde dies auch eine Semantik zulassen???
03 Liquid Browsing, Carsten Waldeck - iverse - visual knowledge interaction lab
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • Scatter Graph
  • Movie: Liquid browsing
  • Categories: Findability, Search

Downloads im Internet:
- Liquifile 1.0 - Applikation Download (Mac)
- Tutorial-Movie







04 Visualize Desires, not Facts, Dr. Remo Burkhard - ETH Zürich, Information Architecture
Link: Präsentation PDF
  • Chair of Information Architecture (ETH Zürich, Switzerland)
  • Darauf konzertrieren, das abzubilden, was da ist
  • Chart Overviews: Gant Chart, Tube Map Visualisation, Tree Map
  • Projekt-Management-Visualisierungen
  • Learningmaps der ETH - print!
  • Wirkungsvolle Kommunikationsunterstützung
  • Aufreihung kommunikationsunterstützender Chart und Diagrammtypen(z.B. Synergy Maps)
05 Der Einfluss von Dimensionalität und Chromatik beim Wissenserwerb mit Informationsvisualisierungen
Link: Präsentation (wird recherchiert)


06 Betriebliche und individuelle Wissensarchitekturen dreidimensional visualisieren, Dr. Stephan Kösel (Zentrum für Neue Lernkulturen und Systementwicklung Freiburg)
Link: Präsentation PDF
  • Topologische Wissenslandkarten
  • Topomap (R)

07 Informationsvisualisierung - eine Replik aus der Praxis, Klaus Greiner(KGB)
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • Vermittlung von Informationsarchitekturen
  • Visualisierungen sind dann gut, wenn sie: a) Die Kommunikation unterstützen b) einfach, klar und deutlich sind c) die Komplexität durch Fokus und Zoom relativieren...
  • Beispiel: http://de.vivisimo.com/
  • Beispiel: http://www.grokker.com/

08 Informationsarchitektur und - visualisierung - Beispiele der FH Potsdam
Link: Präsentation (wird recherchiert)
09 Interaktive Datenvisualisierung - Aktuelle Forschungsprojekte an der Universität Stuttgart
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • Information Pattern
  • Flow Visualization
  • Extensive User Study
  • Visual Signatures