Posts mit dem Label Information visualisation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Information visualisation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, September 30, 2007

Projektnotizen - Enterprise Search, Beratung & Spezifikation (D)

Die Enterprise Search ist ein spannendes Tätigkeitsfeld für uns Informationsarchitekten. Ich merke, dass dieses Thema (Stichwort: SEO) im Rahmen meiner Projekte einen nun immer wichtigeren Stellenwert bekommt. Und ich freue mich sehr auf genau diese Herausforderungen.
Vor einiger Zeit war ich an einem klassischen "Search & Findability"-Projekt beteiligt, aus dem ich mir auch einige wichtigen Erkenntnisse für zukünftige Projekte mitnehmen konnte.

Zum Projektverlauf
Die Auffindbarkeit von Informationen im System war Kern dieses umfangreichen Projektes, in dem eine Spezifikation als Zwischenergebnis vor der Umsetzung zu erstellen war. Ich unterstützte das Projekt in der Beratung, über die Kundenpräsentation mit Workshops, hin zur Spezifikation.

Beratung, Spezifikation
Bereits während der ersten Kunden-Beratungen wurde mir klar, dass die Suche eine Herausforderung an die Vermittlung zwischen dem Business Scope, den User Requirements und dem späteren System-Anforderungen stellen würde. Diese Komplexität möglichst früh zu kommunizieren war ausschlaggebend für den Projekt-Erfolg.
(1.) Der Kunde wünscht sich eine Suche à la Google (die "Spitze des Eisbergs" also), (2.) die Anwender benötigen eine intuitive Führung durch ihren gesamten Such-Prozess und nicht zuletzt sind (3.) die Anforderungen an das jeweilige System ausschlaggebend dafür, was letztlich umgesetzt werden kann, im Rahmen des Projekt(-Budgets).
Ein abstraktes Concept Model half uns, das Konzept der Suche kommunizierbar und greifbar zu machen. Wichtig war dabei zum Beispiel, den Stellenwert der Contribution transparent darzustellen. Denn genau in diesem Teil des Konzeptes müssen die wichtigen Funktionalitäten integriert sein, welche später zur Auffindbarkeit von Informationsobjekten (Findability) beitragen.
Nachdem wir es erfolgreich unterstützten, dass sich darauf alle Stakeholder commiten können, konnten wir nun mit gutem Gefühl auf detaillierterer Ebene spezifizieren.

Wir spezifizierten die Anforderungen für die Suche im Anschluss mit folgenden Methoden/Deliverables in einem Pflichtenheft:
  • Concept Model
  • Wireframes (start search, search results, contribution, ...)
  • Use Cases
  • Taxonomie
  • Meta Schema
  • Datenmodell
Learnings
- Die Wahl der richtigen Kommunikation ist sehr ausschlaggebend für den Projekt-Erfolg: Da wir es hier mit dem klassischen "Eisberg"-Prinzip zu tun hatten (d.h. Kunde wünscht sich: "Implementierung eines Suchfeldes mit allen erdenklichen Suchqualitäten"), war es von höchster Wichtigkeit, dass wir dem Kunden auch alle dahinterliegenden, ausschlaggebenden Faktoren für den späteren Projekterfolg aufweisen konnten. Ich entschied mich zur Erstellung eines Concept Modells, welches auf einfache, abstrakte und narrative Weise kommuniziert. Dies muss jedoch nicht in jedem Projekt die geeignete Kommunikations-Methode sein.

- User Requirements: Die tendieren dazu, den Projektrahmen zu sprengen, wenn sie in vollem Umfang im Rahmen eines einzigen Projekts berücksichtigt werden. Es ist daher ratsam, diese in functional und future requirements zu trennen.

- Search Strategie: Da Suche generell im Rahmen einer langfristigen Such-Optimierung laufen sollte, macht es viel Sinn, dafür ein Strategie-Modell zu entwickeln und dieses in den Projekt-Versionen oder iterativen Projekt-Prozesse zu berücksichtigen.

Mich beschäftigt gerade ein noch tieferes SEO-Thema und werde daher bald schon wieder an genau dieser Stelle anknüpfen...

Mich interessiert: Was verbindest Du mit dem Thema Enterprise Search?

Freitag, September 28, 2007

EURO IA 2007/1.Tag - Toller Input für unsere Projekte (D)

Links: Konferenz-Programm, Konferenzbilder bei Flickr, ...

Anfang dieser Woche kam ich, nach ein paar phantastischen Tagen bei der EURO IA 2007 Konferenz, zurück nach Deutschland. Gerade angekommen im Agentur-Alltag fragten mich mehrere Leute, ob es denn dort interessante Vorträge und Präsentationen gab, welche auch für unsere laufenden Projekte interessant sein könnten.

Und ob!!! Ich würde sagen, dass auch dieses Jahr wieder ein paar sehr wertvolle Vorträge zu hören waren, deren Themen richtungsweisend sind und eine hohe Alltags-Relevanz haben.

Hier ein paar meiner Notizen der Freitags-Präsentationen in der Kurzfassung:
(Und welche wichtigen Punkte hast du dir mitgenommen?)

----------------------------------------
(Bild-Quelle: paulinepauline)
"How to (Really) Localize an Information Architecture"
- Peter Van Dijck

Peter sprach darüber, wie globale Websites strukturiert werden. Ein Thema das
uns immer häufiger in Projekten begegnet. Die Herausforderung liegt darin, die Struktur einer Website an lokale, sprachliche und kulturelle Situationen anzupassen. Peter zeigte dies an einigen Beispielen sehr deutlich. Wichtigste Punkte:
  • Kategorien sind eine kulturelle Angelegenheit
  • Mix content - Wenn Content unübersetzt präsentiert werden muss
  • Mix sites - Wenn Anwender gelegentlich auf andere Site geleitet werden
  • Think global - act local

----------------------------------------
"MobileMap of Medicine" - Susan Webber, LBi

Das Konzept der Medical Map wurde bereits bei der EURO IA 2006 vorgestellt. Susan Webber hat nun bei der EURO IA 2007 die Case Study der Mobile Map vorgestellt. Sie führte die Teilnehmer durch den User Centered Design Prozess(Kontextanalysen, Umfragen, Concept Design, Prototyping in einem Agilen Entwicklungsprozess), welcher zu einer hohen Lösungsqualität führte.

Susan's wichtigste Punkte:
  • In gut geplanter User Research wurden Pilot studies und Prototypen getestet
  • Herausforderungen: In der Healthcare User Researches durchführen, ein etabliertes Product vom Browser in eine mobile Variante zu übersetzen, Verständnis des mobilen Kontext, Entwicklung für unterschiedliche mobile Varianten, Berücksichtigung der Nutzungsperformance

----------------------------------------
"Navigating the long tail: Adapting IA to Niche Markets" - James Kalbach

Jim hielt eine sehr interessante Präsentation über Informationsarchitektur in Nischenmärkten. Nach seiner Erklärung über den Long Tail zeigte er anhand einiger Webplattformen die Vor- und Nachteile von User Generated Metadata, Technically Generated Metadata und Owner Generated Metadata.
Im Anschluss sagte ich ihm, wie toll ich es fände, wenn er über dieses Thema einmal einen Workshop geben würde.

Hier meine Notizen:
  • Wir werden immer mehr Hybriden, mit einer Mischung von top-down- und bottom-up-Navigationen sehen. Es hängt ganz von der jeweiligen Domäne ab
  • Die ganze Seite wird zur Navigation
  • Er sieht nicht, das Folksonomies die Taxonomies verdrängen werden
  • Die ethnographische Analyse wird für unsere Community zukünftig wichtiger

----------------------------------------
"UiaML: Universal Information Architecture Modelling Language" - Alex Jongman

Eine weitere Präsentation auf die ich mich im Vorfeld sehr gefreut habe war die von Alex Jongman. Das Thema IA und Notation beschäftigt Informationsarchitekten weltweit ja nun schon seit langem. Bessere Beschreibungsformen für unsere digitalen Lösungen sind seit langem erwünscht, um einheitlich den Content, das User Interface, die Interaktionen und das logische Design zu spezifizieren. Alex zeigte dazu eine interessante Lösung

Meine Notizen:
- Der (Lösungs-)Core beschreibt die Sitemap View(SMV) und die Contentarea View(CAV)
- Spezifiziert wird über unterschiedliche Informationsebenen(page layout, core properties, content spec, etc.)
- Diese Thema würde sich auch sehr gut für einen Workshop eignen, sobald das Projekt noch etwas vorangeschritten ist.

Wie ist dein Feedback zum ersten Tag?

Donnerstag, Juli 05, 2007

IA Methode - Infoflow Chart (D)

(Bild-Quelle: Infoflow Wolf H. Nöding, Spirit Link)

Was ist ein Infoflow Chart?
Ein Diagramm das auf detaliertem Level die "Informationsflüsse" und Interaktionen eines Anwenders mit einer Applikation abbildet. Folgende Informationen werden abgebildet:
  • A/B-Zielgruppe
  • Das User Interface (mit Interaktionen) jedes einzelnen Screens
  • Screenübergreifende Interaktionen
  • Entscheidungspunkte, System-Entscheidungen, etc.
  • Warnmeldungen und Dialogfenster
  • Nachrichten(z.B. Mails/SMS) aus dem System
  • Verbindungen zu externen Systemen
  • Anwendungsfälle(Use Cases) über alle Applikations-Screens verlaufend (ein-/auszublende über Layer)
Durch die Dokumentation im PDF-Format wird eine Simulation(interaktiver Prototpy) der späteren Lösung sehr gut unterstützt. Diese Präsentations-Kombinationen sind möglich:
  • Abstrakter Workflow
  • Use Case Diagramm
  • Infoflow mit ein-/ausschaltbaren Anwendungswegen(Pfade) über die Applikation
  • Verlinkung der Wireframes aus dem Infoflow
  • Zoomfunktion von Infoflow-Totale in einzelne Wireframes
  • Interaktiver Infoflow (bei RIAs, etc.) mit Verlinkung zu Use Cases
Welchen Nutzen hat es?
In einem iterativen Projektprozess trägt diese Dokumentation als Teil der Spezifikation zum kontinuierlichen "Feintuning" der Lösung bei. Die Detailierung (narrativ - die Zoomfunktion und der Use Szenario-Layeraufbau der Dokumente ermöglicht multible Betrachtungs- und Kommunikationsformen) unterstützt in hohem Maße die Kommunikation mit allen Stakeholdern. Bei Kunden und Zielgruppe steigt die Motivation mittels einem großen Infoflow die Lösung zu kommunizieren und zu optimieren.
Als interaktiver Prototyp (Infoflow+Wireframes) kann dieser auch Grundlage zur optimalen Vorbereitung und Durchführung von Usability Tests sein. Zukünftig werden solche Dokumentations-Formen genutzt, um die Konzeption von komplexen Systemen wie RIAs zu unterstützen.

Donnerstag, Juni 28, 2007

IA Methode - Sitemap (D)

(Bild-Quelle: Thunkdesign, Fatow)

Was ist eine Sitemap?
Ein Diagramm, welches den Überblick über die allgemeine Seitenstruktur und den Zusammenhang von Inhaltselementen gibt. Anstatt jede einzelne Seite aufzulisten kann es bei großen Sites s.g. Organisationsmuster(Pattern) wiedergeben, welche in vergleichbaren Bereichen angewandt werden.

Welchen Nutzen hat es?
Die Website-Struktur wird dokumentiert, um sicherzustellen, dass der gesamte Inhalt ausgewiesen wird. Es ist die Grundlage für das Navigations-Design, den Seitenindex und die Inhaltsübernahme. Eine Sitemap eignet sich speziell für hierarchische Organisationen, sie ist jedoch weniger geeignet als Anzeige von extrem großen Sites, Facets oder Tags.

Links:
- Thunkdesign
- Fatow
- Juxtaprose
- Cybergeography

IA Methode - Swimlane (D)

(Bild-Quelle: Swimmlane.info, Sycat)

Was ist versteht man unter Swimlane?
Ein Diagramm, welches parallel die Abläufe für den Anwender, das Unternehmen, das System und weitere kontext-relevante Kriterien beschreibt. Es kann zusätzlich auch eine Storyboard-Zeitlinie eingeführt sein. Beschrieben werden die Haupt-Arbeitsschritte in einem jeweiligen Anwendungsfall, welche wiederum Grundlage für beispielsweise detailliertere Use Cases sind.

Welchen Nutzen hat es?
Es stellt die Integration der Anwendungsfälle mit dem Geschäftsprozess und den technischen Anforderungen sicher. Dadurch entsteht eine Übersicht aller im Kontext der späteren Lösung stehenden Komponenten in einem Dokument. Diese ermöglicht die Betrachtung der Bestandteile eines spezifischen Prozesses, getrennt nach Verantwortung und Delegationen.

Links:
- Swimlane
- Sycat

Montag, Juni 25, 2007

IA Solution - Topic Map (D)

(Bild-Quelle: TAO of Topic Maps, Omnigator, NetworkedPlanet, )

>> Are Halland erwähnt u.a. Topic Maps in seinem Interview bei IA Voice.

Was
ist eine Topic Map?
Ein abstraktes Modell zur Entwicklung und Darstellung von Wissensstrukturen (speziell auch z. Formulierung f. Ontologien o. als Semantik Web Agent) im Kontext von Wissensmanagement. Das Topic Map Paradigma (ISO Standart seit 1999) basieren auf den drei Grundelementen Topics, Associations und Occurrences (TAO). Die Hautgegenstände/-Themen in einer Topic Map werden als Topics beschrieben. Associations (Assoziierungen) stellen die relevanten Beziehungen zwischen den Topics dar, und die mit externen Dateien verbundene Dokumente (und Webseiten) als Occurrences.

Welchen Nutzen hat es?
Unterstützung unzähliger Business Anforderungen, nach welchen in großen Informationslandschaften relevante Informationen zur Unterstützung einer besseren Collaboration dienen sollen. Topic Maps liefern folgende Vorteile:
- Die Darstellung und Nutzung von zunehmend komplexen Informationsstrukturen.
- Visualisierungen von Topic Maps mit Hilfe intuitiver Navigationen
- Nach Scope gefilterte Inhalte in semantischen Netzwerken
- Effiziente Suche - Darstellung von Suchergebnissen in relevanten Kategorien.
- Customizing der unterschiedlichen Darstellungen
- Ermöglicht die Indexierung von Dokumenten zur Unterstützung der späteren Findability(Aufindbarkeit).

Links:
- TAO of Topic Maps
- Ontopia
- NetworkedPlanet
- Topic Maps Wikipedia

Freitag, Juni 15, 2007

IA Institute website concept - Part I (E)

(Image: Method - Global Mental Model, Wolf H. Nöding)

Since the launch party of the new IA Institute website at this years IA Summit in Las Vegas 2007 I was asked quite often from people how the concept deliverables of the new website look like. Well, here we start with describing some main steps of development.

Note: I was told from people of the IAI Community that they used this Global Mental Model as a communication tool with their clients very successfully already. And a while ago I was asked by James Kalbach to write a brief method description of this Global Mental Model for his upcoming book where he mentions this method briefly which I developed during the conceptional phase for the IA Institute website.

The following is a short description of the method:
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

High level Mental Model

Short description of a Diagram that's part of the concept for the IA Institute website.

As one part of a concept for the IA Institute website the diagram shows an abstract(higher level) mental model. With it's molecular like appearance this model presents the main tasks of the website(arranged on middle circle) in it's Top Down and Bottom up stakeholder context.

The goal - create communication base

The general goal here was to deliver a complete(global) scenario with its strongest leverages, relations(active and passive) and POIs (Point of interests). Business goals and requirements as well as user requirements will be able to be discussed, based on this overall scenario.

Method - process of development

The input for the diagram results from surveys and interviews with IA members(US and Europe) and was first clustered in a mindmap. According to the given information the diagram is developed and growing iteratively based on all important relations (visualised as active/passive and less/strong demand arrows ). A variety of keys indicate relations like:

• one way/two way relations
• active/passive
• Top-Down, Bottom-Up
• strong Demand
• regular focus
• strong focus
• sub case

There is an active/passive relation between “Contribute” and “Find IA information” for example. This indicates that the contribution of documents is related to their findability and therefore can actively support the process.
The strong relation between Contribution and Collaboration indicates a higher amount of requirements which address the relation between them.

The complete diagram finally reflects the given input during the information gathering process e.g. interviews and surveys. In the continuing concept workflow the diagram is used as an information source to develop detailed use cases and wireframes. Until the final launch it’s also always useful to support the iteration steps including optimisations and fine tunings as a “consulting” document.

Consolidated findings

  • Useful to receive an awareness over the complex relation scenario of the website
  • The scenario is global and should therefore be complete.
  • As an information visualisation it’s valuable for communication purposes between team participants.
  • Using an abstract model like this it’s necessary that all concept team participants have a sense for abstract thinking. This might not always be the case.
Your feedback is very welcome, Wolf

Donnerstag, Februar 15, 2007

Pipes - new directions (E)

By browsing through our german IA forum at XING I just read
some more discussions from people about the pipes from Yahoo. Also Jan just mentioned something about them on his German IA blog.

Did you have a chance to try the Yahoo Pipes out already?

The idea behind it looks very interesting to me... and I could imagine, just by thinking about some current projects, that this
could be very valuable for example for:
  • Intranets/Extranets
  • CRM systems
  • Knowledge Management
  • E-Learning
  • Corporate Collaboration Apps
  • etc.

Sonntag, Januar 28, 2007

IA cherries on these new vision cakes (E)

See this movie demo(and close your eyes for the first few seconds).

Are you also getting these links from collegues and friends with great new interactive design visions? Here for example is a great one about "remapping the universe".

First I think(with my IA glases on), hey these ideas have a lot to do with Information Architecture. A lot of these visions would actually need semantic relations, classifications, meta data, usabiliy, tagging and so on in order to make it really happen what these nice interaction design visualisations are showing.

Interaction Design has found a great advantage though in visualising it's ideas. This means that the audience, especially the clients, see the benefit in terms of efficiency, fun, economic benefit etc. . It shows that good communication of a discipline has great leverage.

Then second it makes me a little wondering, if it's also possible to present IA (Research) Visions like that. I'm actually quite sure about it!

Any comments on this?

Dienstag, Januar 09, 2007

IA Simulations-Tools - Die Generation nach Visio (D)

(Bildquelle: Axure)

Der Markt der Planungs- und Simulations-Tools für Informationsarchitekten ist nun endlich in Bewegung geraten. Die steigenden Anforderungen, welche Informationsarchitekten zukünftig stellen, werden die noch etablierten Tool-(Dinosaurier) wie beispielsweise Visio überfordern.

Wodurch ist diese neue Entwicklungs-Dynamik unter den Tools entstanden?
Ein wichtiger Antrieb für die laufende Evolutionsphase unserer unterstützenden Simulations-Applikationen ist das Erkennen der wirtschaftlichen Mehrwerte von Informationsarchitektur seitens der Wirtschaft. Viele Kunden(v.a. in USA) haben inzwischen die strategischen Mehrwerte erkannt(oder sind gerade noch dabei diese zu erkennen - siehe Deutschland), welche ihnen hilft, ihre Geschäftsziele zu erreichen, mit gleichzeitig hohem ROI. Diese wirtschaftlichen Chancen haben auch einige innovationsfreudige Softwarefirmen auf den Plan gebracht, zunehmend für das Spezialfeld der Informationsarchitektur Produkte zu entwickeln.

Was leisteten unsere bisherige Tools?
Unsere bisherigen IA Deliverables bestehen aus statischen Wireframes, Flow Chart Diagrammen und/oder kostspieligen HTML Prototypen, welche Grundlagen für Usability Testings sind. Diese (statischen)Dokumente waren für Internetanwendungen der Web 1.0 Generation sicherlich ein guter Schritt, um die User Experience zu simulieren.

Wie sehen nun die zukünftigen Anforderungen an IA Tools aus?
Mit einer Reihe von vielen neuen (und auch schönen!) Herausforderungen der aktuellen Web 2.0 Generation(hohe Interaktionsgrade, AJAX, etc. ...) und der folgenden Generationen steigen auch die Anforderungen an unsere Simulations-Tools. Vielleicht ist ein weiterer Grund sogar noch ausschlaggebender: Es wird immer wichtiger, die IA-Entwicklungs-Phasen in ihrer gesamten Bandbreite(Analyse/Requirements, Strategie, Konzeption, Usability Testing) mit effizienten Applikationen zu unterstützen. Das Anforderungsspektrum an unsere Simulations-Werkzeuge wächst somit horizontal aber auch vertikal.

Zukünftige IA Tools werden folgende Eigenschaften haben:
  • Schnelle Entwicklung von interaktiven, datenbasierten Enterprise Prototypen
  • Anwendern ein "Probefahren" und rasches Feedback ermöglichen
  • Ausgereifte Entwicklung von Design, Daten, Logic, und User Interface
  • Requirements Tracability, Feedback und Prototyping auf Basis von Use Cases
  • Modellierung von vorhandenen und erwünschten Geschäftsprozessen
  • Voll-funktionerende User Interface Designs um bestmögliche User Experience herzustellen
  • Konstruktion und Verbindung detaillierter Datenmodelle mit Interaktions-Prototypen, um beispielsweise semantische Zusammenhänge oder eine Suche zu simulieren
  • Definition vom Business, User und System Requirements, um visuelle Modelle zu vervollständigen
  • Simulation von Schlüsselfunktionen und Interaktions-Szenarios, vor und während der Applikationsentwicklung
  • Auto-Generierung von Geschäftsdukumenten, wie beispielsweise Requirements und Spezifikationen
  • Veröffentlichung(online) von hochentwickelten Applikations-Prototypen, um den Anwendern zu simulieren, was sie bekommen
  • Katalogisierung und Dokumentation von Geschäftsmodellen und Projekt-Komponenten für Reviews und Wiederverwendung in mehreren Projekten
  • Online-Projekt Collaboration mit Kunden

Bei Boxes and Arrows hat Scott McDowell dazu eine interessante Zusammenfassung über den Wandel der IA Tools geschrieben. Folgende Tool-Favoriten vergleicht er dabei:
... bewertet er nach folgenden Kriterien
  • Scenario Design
  • Page Design
  • Widget Library
  • Dynamic Display
  • Data Interaction
  • Decision Logic
  • Annotations
  • Centralized Server
  • Portable Distribution
  • Requirements Management
  • Enterprise Support
  • Export to MS Word
Weitere Links und Tools:
  • Gliffy - draw and share diagrams on the web

Feedback erwünscht!


Dienstag, Dezember 05, 2006

Topic Maps - Modellierung semantischer Netze (D)


(Bildquelle: Beats Biblionetz)

Are Halland hat vor Kurzem bei einem IA Voice Interview(Thema "IA Trends"), während der EURO IA 2006 Konferenz, darüber gesprochen, dass Topic Maps zukünftig sehr interessant für das Feld der Informationsarchitektur sein könnten. Aus der Sicht eines neugierigen IAs klang das was er sagte spannend und machte mich neugierig, mehr über die Topic Maps zu erfahren.

Das Feld der IA beschäftigt sich in seinem praktizierenden sowie forschenden Bereich mit Ontologien, Semantischen Netzwerken, Thesauri oder Glossaren. Und wie beispielsweise in Ontologien sind Assoziationen(Verknüpfungen zwischen relevanten Begriffen, Punkten) Bestandteil der Topic Maps. So unterstützen diese als ISO-Standart formulierten Wissensstrukturen tiefgreifende Ansprüche der Informationsarchitektur.

Folgende Weblinks zu diesem Thema:

Dienstag, November 28, 2006

Mental Models - Task orientierte User Segmentierung


(Bildquelle: Rosenfeld Media)
Als IA Consultants suchen wir für die Beratung und gemeinsame Konzeptarbeit mit unseren Kunden in IT-Projekten stets sinnvolle Methoden, um die hohen Ansprüche des User oriented Designs effektiv kommunizieren zu können.
Peter Morville und Louis Rosenfeld(Interviews bei IA Voice) erwähnten bereits die sogenannten Mentalen Modelle in ihrem legendären Buch Information Architecture for the WWW als eine effektive Methode, um User Tasks zu beschreiben und eine Gesamtsicht auf eine Internetanwendung zu liefern. Mir wurde damals als Leser der Beschreibungen rasch bewußt, dass die Entwicklung dieser Mentalen Modelle eine Art Schlüsselfunktion im Tätigkeitsfeld der IA belegen würde. Doch wie würden solche Mentalen Modelle aussehen? Eine spannende Frage!
Um die während einer Zielgruppenanalyse ermittelten Hauptziele der Anwender(an eine jeweilige Applikation) in einem kommunizierbares Diagramm zu bündeln entwickelte ich selbst die unterschiedlichsten Diagrammtypen, welche stets zum Verständnis der Kunden beitragen sollten. Dies geschah jedoch erstaunlicherweise mit sehr unterschiedllichen Ergebnissen, von oft großer Begeisterung(z.B. "Sie haben es für uns absolut auf den Punkt gebracht") bis hin zur teilweisen Verständnislosigkeit. Es ist also sehr wichtig in Bezug auf die unterschiedlichen Kunden, die jeweils angebrachten Methoden und Diagrammtypen zu wählen. Der Thematik der Mental Models widmen sich mittlerweile einige Personen.
Bei einer kleinen Recherche fand ich dazu vielversprechenden Ansätze, welche es sich lohnt zu beobachten:
- Bei Rosenfeld Media entsteht ein Buch mit dem Titel Alignment Diagrams
(Dazu ein aufschlussreicher Feed - siehe Beschreibungen)
- Namahn Solutions bietet Mental Models im Lösungsportfolio an
- Toddwarfel - The Task Analysis Grid
- Die Thematik wurde kürzlich sogar in der Business Week behandlet

Wie steht es um eure Erfahrung mit Mentalen Modellen? Das würde mich sehr interessieren.

Mittwoch, November 15, 2006

Neue Wege der Informations- und Wissensvisualisierung

Alle Redner-Slides hier ...

Anfang dieses Monats fand das 5. Symposium für Informationsdesign an der HDM in Stuttgart statt. Aus der Sicht eines Informationsarchitekten und Informationsdesigners war für mich sehr spannend zu sehen, wieviele gemeinsame Schnittstellen die Informationsarchitektur und das Informationsdesign haben. Wichtiger Punkt: Die Informationsvisualisierung kann einen sehr mächtigen Hebel zur strategischen Kommunikation darstellen.
-------------------------------------------------------------------------
- Images bei Flickr vom Informationsdesign-Symposium
-------------------------------------------------------------------------
Der Schwerpunkt lag, wie der Titel("Wege der Informations- und Wissensvisualisierung") des Symposiums bereits andeutete bei der Visualisierung komplexer Informationen unterstrichen durch die folgende Programm-Themen(Moderation: Prof. Dr. Frank Thissen, Prof. Wibke Weber):
  • Neue Wege der Informations- und Wissensvisualisierung
  • Liquid Browsing
  • Informationsvisualisierung für mobile Geräte
  • Visualize Desires, not Facts
  • Der Einfluss von Dimensionalität und Chromatik beim Wissenserwerb mit Informationsvisualisierungen
  • Betriebliche und individuelle Wissensarchitekturen dreidimensional visualisieren, Dr. Stephan Kösel - Zentrum für Neue Lernkulturen und Systementwicklung Freiburg
  • Informationsvisualisierung - eine Replik aus der Praxis
  • Informationsarchitektur und - visualisierung - Beispiele der FH Potsdam
  • Interaktive Datenvisualisierung - Aktuelle Forschungsprojekte an der Universität Stuttgart
Notizen - Innovationsansätze:

01 Neue Wege der Informations- und Wissensvisualisierung(Eröffnung, Begrüßung)
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • USP-Relevanz
  • Übersicht Informations-Visualisierungstypen
  • Potential - Methoden-Kompetenz
  • Potential - Beratungs-Informationen
  • Übersichts-Sammlung: Charts, Diagramms, WFs, Infoflows, Comics...
02 Informationsvisualisierung für mobile Geräte, Prof. Dr. Harald Reiterer (Universität Konstanz)
Link: Präsentation PDF
  • Visualisierung großer Datenräume
  • Usability Engineering
  • Visual Requirements Engineering!!!
  • Mobile Information Visualisation
  • Visualization Design Process (User Centered Design, Analysis, Context of use, prototype, evaluate, iterate, -> Identisch dem IA Prozess!!)
  • Orientation in ZUIs (zoomable Navigations) -> Sehr interessant für Infoflows!!!
  • Offene Fragen: Wie sieht es hier mit Semantic Navigation aus, welche Logic steht dahinter und würde dies auch eine Semantik zulassen???
03 Liquid Browsing, Carsten Waldeck - iverse - visual knowledge interaction lab
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • Scatter Graph
  • Movie: Liquid browsing
  • Categories: Findability, Search

Downloads im Internet:
- Liquifile 1.0 - Applikation Download (Mac)
- Tutorial-Movie







04 Visualize Desires, not Facts, Dr. Remo Burkhard - ETH Zürich, Information Architecture
Link: Präsentation PDF
  • Chair of Information Architecture (ETH Zürich, Switzerland)
  • Darauf konzertrieren, das abzubilden, was da ist
  • Chart Overviews: Gant Chart, Tube Map Visualisation, Tree Map
  • Projekt-Management-Visualisierungen
  • Learningmaps der ETH - print!
  • Wirkungsvolle Kommunikationsunterstützung
  • Aufreihung kommunikationsunterstützender Chart und Diagrammtypen(z.B. Synergy Maps)
05 Der Einfluss von Dimensionalität und Chromatik beim Wissenserwerb mit Informationsvisualisierungen
Link: Präsentation (wird recherchiert)


06 Betriebliche und individuelle Wissensarchitekturen dreidimensional visualisieren, Dr. Stephan Kösel (Zentrum für Neue Lernkulturen und Systementwicklung Freiburg)
Link: Präsentation PDF
  • Topologische Wissenslandkarten
  • Topomap (R)

07 Informationsvisualisierung - eine Replik aus der Praxis, Klaus Greiner(KGB)
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • Vermittlung von Informationsarchitekturen
  • Visualisierungen sind dann gut, wenn sie: a) Die Kommunikation unterstützen b) einfach, klar und deutlich sind c) die Komplexität durch Fokus und Zoom relativieren...
  • Beispiel: http://de.vivisimo.com/
  • Beispiel: http://www.grokker.com/

08 Informationsarchitektur und - visualisierung - Beispiele der FH Potsdam
Link: Präsentation (wird recherchiert)
09 Interaktive Datenvisualisierung - Aktuelle Forschungsprojekte an der Universität Stuttgart
Link: Präsentation (wird recherchiert)
  • Information Pattern
  • Flow Visualization
  • Extensive User Study
  • Visual Signatures