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Sonntag, Oktober 05, 2008

EURO IA 2008 - Bester Input für die Arbeitswoche

Es ist jedesmal das Gleiche :) - in nur zwei Tagen Euro IA-Konferenz bekommt man so viel Inspiration durch die Vorträge der Redner und natürlich auch durch die Unterhaltungen in den Pausen - eine riesige Motivation für die Arbeits-Wochen danach! Geht es euch etwa auch so?

Was mir sehr gefiel diesesmal war die Chance, mehrere der interessanten Vortrags-Inhalte (z.T. Analyse- und Konzept-Themen) gleich in die Projekte meiner ersten Arbeitswoche nach der Konferenz einfließen lassen zu können.

Folgende Vorträge waren aus dem einen oder anderen Projekt-Kontext heraus für mich interessant:
(lasst uns doch bei der nächsten IA Cocktail Hour in Frankfurt weiter plaudern. Die meisten Präsentationen findet ihr bei Slideshare ge-tagged mit "euroia2008"):

Keynote - Adam Greenfield
Seine gewollt provokante Keynote-Präsentation hat mir gut gefallen - es ist ein spannendes und richtungsweisendes Thema. Und ohne Zweifel wird es zukünftig vermehrt Hybrid-Konzepte geben die eine Lösung für einen digialen- und einen realen- Informationsraum (oder Produkt) liefern.

Integrating Web Analysis in the User Experience Design Process
In dieser, von den Internet Architects gut strukturierte Präsentation, fand ich einige wichtigen Ansätze wieder, auf welche ich selbst immer Wert lege: Gute Workflow Beschreibungen, Entwicklung der Key-Indikatoren(KPI's) etc. - leider fand ich die Präsentation bislang noch nicht.

Content Analysis
Was uns Chiara Fox von Adaptive Path in ihrer sauber strukturierten Methoden-Präsentation zeigte, war zwar nicht so viel neues. Jedoch wurde mir im Gespräch mit ihr und einigen Leuten (wie z.B. mit Silke) danach im Anschluss klar, dass wir alle noch mehr solch gut fundierter (Methoden-)Präsentationen halten sollten, um souverän über unseren Fachbereich zu kommunizieren und unsere Konzeptions-Workflows zu optimieren. Natürlich sollten diese möglichst auf realen Projekt-Praxis-Erfahrungen basieren - aber davon haben wir doch ausreichend, oder :). Was haltet ihr davon?

Building Social Web Experience
Laurent Goffin beschreibt mit seiner Präsentation strategische Ansätze, basiert auf solidem Data Mining, um Social Network Plattformen zu konzipieren. Was meinen eigenen Ansprüchen entgegenkommt sind hier die interdisziplinären Ansätze, gemischt aus einem "user centered approach","web analytics" und "Business Anforderungen".

Commercial Ethnography and innovating information experience
Jim beschreibt in 6 Schritten (1. Evangalise, 2. Prepare, 3. Conduct, 4. Analyse, 5. Ideate, 6.Validate) eine solide Vorgehensweise für eine "Commercial Ethnography" - schade, dass es hier noch keine Audio-Aufnahme gibt. Sonst würde ich das bei uns im Unternehmen mal einigen zum anhören geben.

Roadmap for a stronger, European IA/UX Network

Zu speziell diesem Thema "Euro IA Roadmap" werde ich (als Mit-Initiator) in den folgenden Tagen/Wochen/Monaten sicherlich noch viel mehr schreiben. Nur so viel: Es war eine erfolgreiche Präsentation und Panel-Diskussion bei der Konferenz - und für interessiete Euro IA-Networker haben wir bereits vor einigen Wochen diese XING-Community gegründet - du bist auch herzlich willkommen wenn dich das Thema "Informationsarchitektur in Europa" interessiert :).

IT's a DIY Future
Im Vortrag von Joe Lamantia fanden sich einige guten Ansätze für zukünftige, modulare Lösungen. Diese Konzept-Lösungen wären noch besser zur Geltung gekommen, wenn er sein Slideset zeitlich angepasst hätte. Dennoch fand ich Parellelen zu meinen eigene Konzeptions-Ansprüchen in seiner Präsentation und würde es gerne einmal mit interessierten Kollegen durchsprechen.

Taking Social Networks Global
Slide 36/38 in Peter's Presentation war für mich das "i"-Tüpfelchen in einer Reihe überzeugender Argumente, warum das Thema "Global IA" in IA-Konzepten ernster nehmen müssen - Die wahrgenommene Spannung zwischen dem Standart-Produkt und den Lokalisierungen. Genau diese Themen beschäftigen mich jede Woche von neuem. Wir haben hierfür jedoch "inhouse" auch schon einige Lösungs-Ansätze entwickelt.

I'm not you - Modelling Personalization
Herzlichen Glückwunsch Bogo - sehr gute Konzept-Lösungen!! - Diese Präsentation zählt für mich zu einer der besten Präsentationen der Euro IA Konferenz. Unbedingt sehenswert. Sie zeigt sehr schön, wie Concept Models, User Profiles, User profile management, use cases und flow charts zusammenwirken können in einer Personalisierungs-Strategie.

Concept Design Tools for Information Architecture
Victor Lombardi hielt bei der Euro IA die letzte Präsentation - quasi als "closing keynote". Man könnte es auch das "Sahne-Häubchen" nennen. Er präsentierte ein modernes Denk-Muster, welches sich Anleihen aus dem Produkt-Design zueigen macht. Sehr interessant. Spontan dachte ich mir bei seiner Präsentation, wie wertvoll solche Ansätze für einen collaborativen Innovations-Prozess sind.

Ich würde mich natürlich wie immer über euer Feedback und Diskussionen über diese Themen freuen - in diesem Fall speziell auch mit meinen eigenen Kollegen :)!

Dienstag, Januar 22, 2008

Projektnotizen: User Requirements bestimmen um nachfolgende Probleme zu vermeiden

Vor ein paar Tagen bin ich über folgenden Artikel bei TechRepublic gestoßen: "Determine user requirements now to avoid problems later". Ich finde das Thema aus meiner alltäglichen Projektsicht gerade sehr spannend, daher diese kurze Notiz für alle die es interessiert.
Jasons Beitrag erklärt die wichtigsten Gründe für Probleme in IT-Projekten. Er beschreibt, welche Stakeholder mit im Boot sein sollten, welche Aufgaben von den Analysten zu erledigen sind und letztlich die erforderlichen Strategien für eine erfolgreiche Evaluierung von User Requirements.

Ich finde, über solche Themen sollten wir mit anderen (IA-)Kollegen öfter sprechen. Mich wird es nun jedenfalls eine längere Zeit beschäftigen. Und daher würde ich mich gerne darüber austauschen.

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Projektnotizen - Konzept Site-Relaunch Institut für Informationsarchitektur(IIA)

Das Institut für Informationsarchitektur(IIA) beauftragte mich überraschend während einer der vergangenen EURO IA Konferenzen damit, ein Konzept für einen Relaunch der globalen Institut-Webseite auszuarbeiten. Ziel des Projektes war es, die neue Internetseite mehr auf den Business Scope des IIA und eine stärkere Mitglieder-Service-Orientierung auszurichten.

Ich freute mich über das Vertrauen denn ein Projekt mit vielen internationalen Informationsarchitekten(15 Sprachen) als Haupt-Zielgruppe wäre einmal etwas ganz anderes. Wieder zurück in Deutschland wurde mir langsam klar, dass dies auch eine ganz schöne Herausforderung werden würde - zumal die Erwartungshaltung an einen neuen Webauftritt seitens der Mitglieder(alles Informationsarchitekten) sehr hoch ist. Eine gute Lösung für die mehrsprachige, globale Ausrichtung zu finden war als nur ein Aspekt, der das Projekt spannend machte (Siehe dazu auch: Vortrag zu "globaler IA"- von Peter Van Dijck).

Ein Projektergebnis mit hoher Kundenzufriedenheit

Um es kurz vorweg zu nehmen - wir haben es (einige Monate später) erfreulicherweise mit dem Relaunch geschafft, eine neue digitale Lösung zu entwickeln, welche die Interessen des Instituts mit denen seiner Mitglieder wieder stärker zusammen bringt (Ergebnis: Hohe Kundenzufriedenheit). Die Website muss nun jedoch kontinuierlich weiterentwickelt werden, um den Servicegedanken weiter zu leben - dies ist ein wichtiger Teil des Konzepts (die Roadmap). Ich selbst kann sagen, das mir die Arbeit mit allen Beteiligten auch sehr viel Spass gemacht!

Wie war der Projekt-Verlauf?

Es heißt so schön "Der Weg ist das Ziel - in diesem Fall wurden hauptsächlich die folgenden klassischen IA-Lösungs-Methoden(in Iterationen) eingesetzt, um die Kommunikation aller Stakeholder optimal zu unterstützen:

  • Interviews - Mit Interviews wurden die User Requirements gesammelt, welche in einer Mindmap geclustert und ausgewertet wurden
  • Content Inventory - Im Rahmen der Content Inventory wurden alle in der Struktur befindlichen Inhalte erfasst. Die Content Owner und Content Quellen darin gaben uns ein gutes Gefühl, wer für die bisherigen Inhalte verantwortlich war.
  • Use Cases - In einem Use Case Diagramm und in Use Case Schablonen wurden die Haupt-Anwendungsfällte in einer mittleren Granularität beschrieben.
  • Global Mental Model - Das Global Mental Model (Beschreibung in Teil I) wurde als Kommunikationsmittel zwischen allen Stakeholdern verwendet, um die Business Ziele des Instituts mit den Anwenderanforderungen abzugleichen und ein gemeinsames Commitment für das Konzept zu erreichen.
  • Sitemap - Eine erste Sitemap bildete den Ist-Zustand(Ziel: Erkennung von Content Patterns) ab. Aus der Erfahrung aller im Vorlauf entwickelten Deliverables wurde eine neue Sitemap mit einer optimierten Navigationsstruktur entwickelt. Wichtig war dabei die Unterstützung des Mentalen Modells der Institut-Mitglieder.
  • Wireframes - Die Wireframes trugen vor allem zur iterativen Optimierung der User Scenarien bei(ca. 2-3 Runden pro Wireframe). Ich überlegte mir gemeinsam mit allen Projekt-Verantwortlichen die möglichen "Interaktiven Storys" die pro Anwendungsfall notwendig sein würden.
  • Roadmap - Die Roadmap unterstützt die Weiterentwicklung der Webseite und richtet diese in Zukunft optimal am Geschäftsmodell des IIA aus. Ich gehe auf diese in einem weiteren Blog-Post bei Bedarf noch näher ein.
Herausforderungen
  • Entwicklung der Globalen Navigation - Die Entwicklung einer Navigation, welche dem Verständnis der weltweiten Mitglieder über die Leistungen des Instituts entsprechen soll, war sicherlich eine der großen Herausforderungen. Mir war früh klar, dass dies nur ein interessanter Mix aus Top-Down und Bottom-Up-Strukturierung lösen könnte, denn eine Anpassungsmöglichkeit der Struktur an lokale Bedürfnisse würden hier erfolgsentscheidend sein.
    Die Anforderungs-Cluster aus den Interviews und die Bottom-up-Denkweise einiger europäischer Local Groups trugen hier sehr zur Lösungsfindung bei.
  • Virtuelles Zusammenarbeiten - Abgesehen von einigen Meetings auf Konferenzen wurde das Konzept rein in regelmäßigen Telefonmeetings und per Mail diskutiert. Das Taskmanagement-System Basecamp half uns zusätzlich, die Dokumente workflow-orientiert zu verwalten.
  • Das richtige Content-Mass finden - Eine Ursache für den strukturellen Wildwuchs bei der alten Website war eine fehlende Guideline die beschreiben sollte, wieviel Content die Navigationsstruktur in einer jeweiligen Sprache abbilden sollte und wann ein Verweis auf den Haupt-Auftritt(die englische Website) erfolgen sollte. Die Lösung war einen Content Guide für alle Sprach-Representanten, der diese bei ihrer Einschätzung unterstützt, wieviel Inhaltsstruktur für ihre Sprache notwendig ist.
Learnings
  • Storytelling - Eine Website erzählt immer auch eine "Interaktions-Geschichte" für den Anwender. Solch eine Geschichte kann z.B. lauten: "Ich möchte mein Netzwerk erweitern" Wichtig ist, dass wir diese Geschichten aus Sicht der Anwender erzählen und beschreiben. Je verständlicher wir diesem "Story" für den Anwender in unseren Wireframes lösen, desto höher ist deren Akzeptanz der Website(Indikator dafür z.B.: Die Conversion Rate).
  • Ziel-Fokusierung - Früh daran zu denken, was die Hauptziele einer Website sind(z.B. Networking) hilft während des Projektes bei den Entscheidungen, wie weit das Konzept in Einzelfällen gehen muss.
  • Optimaler Mix der Dokumente - Trotz der hier hauptsächlich klassisch verwendeten IA-Methoden halfen uns auch abstrakte Methoden, wie das Global Mental Model, damit sich die Stakeholder gemeinsam auf das Konzept einigen konnten. Wichtig bei solchen abstrakten Modellen ist jedoch, dass alle Team-Mitglieder auch auf solch abstrakter Denkweise kommunizieren können. Falls dies nicht der Fall ist, sind konkrete Dokumente(Wireframes, etc.) vorzuziehen.
Hast du Erfahrung mit der Entwicklung von globalen Informationsarchitekturen? Es würde mich sehr interessieren.

Montag, Oktober 08, 2007

Projektnotizen - Med Onlineportal Relaunch (D)

Im Rahmen eines anderen, klassischen IA-Projektes konnten wir nachhaltig, sehr wertvolle Erfahrungen bezüglich eines optimalen Projektverlaufs sammeln. Das Projekt hatte zudem eine hohe Kundezufriedenheit. Dazu hier kurz meine Gedanken.

Projekt-Ziel war es, die Informationsarchitektur für das Onlineportal eines globalen Unternehmens im Medizinbereich zu optimieren und nach Zielgruppen-Anforderungen neu zu strukturieren. Per Kundenbriefing betraf dies die Informationsstruktur und eine Menge unterschiedlicher Content Typen.
Unser Team bestand aus Account Manager, PM, Informationsarchitekten und Designern.

Die eingesetzten Methoden, während der Umsetzung dieses reinen Konzeptions-Projektes, waren folgende:
  • Erstellung des Projektplans
  • Business Requirement Analyse
  • Context-Analyse
  • Priorisierung der Recommendations aus vorangegangenem Usability-Test
  • Personas(Medizinische, Technische- und Business-Sicht auf die Medizin-Produkte)
  • Interviews mit Repräsentanten der Zielgruppe
  • Use Cases
  • Mental Model(abstrakt)
  • Content Inventory und Sitemapstruktur(Ist und Soll)
  • Wireframes für alle Use Cases
  • Infoflow-Diagramm
  • Html-Prototypen
  • Briefing weiterer Usability-Tests
Wie war der Projekt-Verlauf?
Vor Beginn einer neuen Lösungsentwicklung für unsere Geschäftspartner galt es, die Ziele der Portalanwender (Ärzte, Med Techniker und Business Entscheider) möglichst gut zu verstehen. Die Context Analyse und Interviews mit der Zielgruppe halfen uns dabei, die Anwenderanforderungen unter dem Business Scope zuzuordnen.

Um die Lösung in iterativen Optimierungsrunden mit allen Stakeholdern abzustimmen, nutzten wir Use Cases, Wireframes, Sitemaps und Infoflow Diagramme.

In der finalen Phase wurden Html-Prototypen entwickelt, um das Lösungs-Konzept mittels eines Usability-Tests überprüfen und optimieren zu können.

Welchen Herausforderungen hatte dieses Projekt?

  • Die richtige Wahl der Methoden und Deliverables
  • Eine Projektplanung für ein Projekt zu erstellen, in welchem ein Fokus auf der Informations-Struktur(Navigation) und einen anderer auf den Content-Typen lag.
  • Stakeholder-Kommunikation: Der Einfluss der unterschiedlichen Stakeholder änderte sich im Laufe des Projekts
Learnings
  • Ausreichend Anwender-Anforderungen zu sammeln, ist Grundlage für eine stabile Lösungsentwicklung. Zu wissen, wieviel "ausreichend" im Einzelfall bedeutet, bedarf etwas Erfahrung.
  • Deliverables wie Use Cases, Wireframes etc. sollten effizient entwickelt sein, um die Stakeholder-Kommunikation und die iterative Verfeinerung optimal zu unterstützen.
  • Die Kunden wollen die Vision klar erkennen. Daher trägt die richtige Wahl der Kommunikationsmittel zum Projekterfolg bei.
  • Zu Beginn des Projektes kann es vorkommen, dass auch die Business Goals noch nicht klar genug formuliert sind. Unsere Aufgabe ist es auch dabei, zu einer Schärfung der Lösungs-Sicht beizutragen.
Wie sind Deine Erfahrungen in klassischen IA-Projekten?

Sonntag, September 30, 2007

Projektnotizen - Enterprise Search, Beratung & Spezifikation (D)

Die Enterprise Search ist ein spannendes Tätigkeitsfeld für uns Informationsarchitekten. Ich merke, dass dieses Thema (Stichwort: SEO) im Rahmen meiner Projekte einen nun immer wichtigeren Stellenwert bekommt. Und ich freue mich sehr auf genau diese Herausforderungen.
Vor einiger Zeit war ich an einem klassischen "Search & Findability"-Projekt beteiligt, aus dem ich mir auch einige wichtigen Erkenntnisse für zukünftige Projekte mitnehmen konnte.

Zum Projektverlauf
Die Auffindbarkeit von Informationen im System war Kern dieses umfangreichen Projektes, in dem eine Spezifikation als Zwischenergebnis vor der Umsetzung zu erstellen war. Ich unterstützte das Projekt in der Beratung, über die Kundenpräsentation mit Workshops, hin zur Spezifikation.

Beratung, Spezifikation
Bereits während der ersten Kunden-Beratungen wurde mir klar, dass die Suche eine Herausforderung an die Vermittlung zwischen dem Business Scope, den User Requirements und dem späteren System-Anforderungen stellen würde. Diese Komplexität möglichst früh zu kommunizieren war ausschlaggebend für den Projekt-Erfolg.
(1.) Der Kunde wünscht sich eine Suche à la Google (die "Spitze des Eisbergs" also), (2.) die Anwender benötigen eine intuitive Führung durch ihren gesamten Such-Prozess und nicht zuletzt sind (3.) die Anforderungen an das jeweilige System ausschlaggebend dafür, was letztlich umgesetzt werden kann, im Rahmen des Projekt(-Budgets).
Ein abstraktes Concept Model half uns, das Konzept der Suche kommunizierbar und greifbar zu machen. Wichtig war dabei zum Beispiel, den Stellenwert der Contribution transparent darzustellen. Denn genau in diesem Teil des Konzeptes müssen die wichtigen Funktionalitäten integriert sein, welche später zur Auffindbarkeit von Informationsobjekten (Findability) beitragen.
Nachdem wir es erfolgreich unterstützten, dass sich darauf alle Stakeholder commiten können, konnten wir nun mit gutem Gefühl auf detaillierterer Ebene spezifizieren.

Wir spezifizierten die Anforderungen für die Suche im Anschluss mit folgenden Methoden/Deliverables in einem Pflichtenheft:
  • Concept Model
  • Wireframes (start search, search results, contribution, ...)
  • Use Cases
  • Taxonomie
  • Meta Schema
  • Datenmodell
Learnings
- Die Wahl der richtigen Kommunikation ist sehr ausschlaggebend für den Projekt-Erfolg: Da wir es hier mit dem klassischen "Eisberg"-Prinzip zu tun hatten (d.h. Kunde wünscht sich: "Implementierung eines Suchfeldes mit allen erdenklichen Suchqualitäten"), war es von höchster Wichtigkeit, dass wir dem Kunden auch alle dahinterliegenden, ausschlaggebenden Faktoren für den späteren Projekterfolg aufweisen konnten. Ich entschied mich zur Erstellung eines Concept Modells, welches auf einfache, abstrakte und narrative Weise kommuniziert. Dies muss jedoch nicht in jedem Projekt die geeignete Kommunikations-Methode sein.

- User Requirements: Die tendieren dazu, den Projektrahmen zu sprengen, wenn sie in vollem Umfang im Rahmen eines einzigen Projekts berücksichtigt werden. Es ist daher ratsam, diese in functional und future requirements zu trennen.

- Search Strategie: Da Suche generell im Rahmen einer langfristigen Such-Optimierung laufen sollte, macht es viel Sinn, dafür ein Strategie-Modell zu entwickeln und dieses in den Projekt-Versionen oder iterativen Projekt-Prozesse zu berücksichtigen.

Mich beschäftigt gerade ein noch tieferes SEO-Thema und werde daher bald schon wieder an genau dieser Stelle anknüpfen...

Mich interessiert: Was verbindest Du mit dem Thema Enterprise Search?